Todesstrafe für Hirsche

In Nr. 44/ 11 des FOCUS veröffentlichte Michael Miersch, einer der Referenten des 5. Rotwildsymposiums der Deutschen Wildtier Stiftung, einen Artikel über die Rotwildbezirke in Deutschland. Darin skizziert er die Wandlung des einstigen Edelwildes zu einem gehetzten Flüchtling und hinterfragt den Grundsatz "Wald vor Wild". 

Zu dem Artikel im FOCUS 44/11 "Todesstrafe für Hirsche" gelangen Sie hier.


 

In dem Tagungsband "Der Hirsch und der Wald"  zum 5. Rotwildsymposium der Deutschen Wildtier Stiftung beschreibt Michael Miersch das wandelnde Interesse der Medien an dem Rothirsch:

"...Denn während die einen gegen die Jagd an sich schreiben und filmen, fordern die anderen mehr Abschüsse. Die Rolle des Hirschs ist eine erstaunliche Ausnahme in der üblichen Darstellung von Tieren in den Medien....

...Während also Wale, Elefanten, Robben und fast alle anderen populären Großtiere unbedingt zu schonen sind, schallt dem Medienpublikum seit den 70er Jahren der Ruf entgegen: Tötet mehr Hirsche! Dass Hirsche für völlig gegensätzliche Naturauffassungen herhalten müssen, hat Tradition: Menschen haben ganz unterschiedliche Hirsch-Kulturen erschaffen.

...Später, in der bürgerlichen Epoche, wurde auch der Hirsch gutbürgerlich, ein fester Bestandteil häuslicher Idylle. Ob billiger Kitsch oder große Kunst: Wohl kein Wildtier wurde in der abendländischen Kulturgeschichte häufiger dargestellt als der Rothirsch. Seine Karriere führte von der Höhlenmalerei über mittelalterliche Allegorien und höfische Pracht bis zur Kaufhauskunst..." (Michael Miersch)

Mehr zu dem Tagungsband "Der Hirsch und der Wald" und die Bestellinformationen finden Sie hier.

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