Tagungsband: Rotwildsymposium 2008

"Jagdfrei" für den Rothirsch! -Strategien zur Verringerung des Jagddrucks

Im Mittelpunkt des 4. Rotwildsymposiums der Deutschen Wildtier Stiftung am 29. und 30. August 2008 in Döllnsee-Schorfheide stand die Jagd auf den Rothirsch. Sie ist geprägt von Traditionen, wirtschaftlichen Zwängen und sich wandelnden gesellschaftlichen Anforderungen. Aus dem weiten Feld der Jagdpolitik und der jagdlichen Praxis wurden drei zentrale Forderungen diskutiert, die die Deutsche Wildtier Stiftung mit Blick auf die Rotwildbejagung erhebt:

• Verkürzung der Jagdzeiten
• Einhalten des Nachtjagdverbots
• Ausweisen von Wildruhezonen

Renommierte Vertreter aus Jagdpolitik und Wildbiologie sowie anerkannte Praktiker stellen in diesem Tagungsband ihre Einschätzung zu den drei Forderungen vor. Rechtliche Vorgaben und Handlungsspielräume für Politik und Praxis werden ebenso diskutiert, wie jagdethische Leitlinien und Werte beim Umgang mit der größten in Deutschland lebenden Wildart.

Beiträge zum Schaffen von neuen Rotwildlebensräumen, der Weiterentwicklung von Hegegemeinschaften und zu den Möglichkeiten, Rotwilderlebnisse auch für Nicht-Jäger zu schaffen, vervollständigen den Tagungsband im Sinne eines artgerechteren jagdlichen Umgangs mit Rotwild in Deutschland.

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Aus dem Inhalt:

Begrüßung
Haymo G. Rethwisch (Stifter und Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung)

Claus R. Agte (Stifter und Vorstand der Stiftung Wald und Wild in Mecklenburg-Vorpommern)

Grußwort
Peter Lohner (Jagdreferent des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz)

Dr. Wolfgang Bethe (Präsident des Landesjagdverbandes Brandenburg e.V.)


Hilmar Freiherr v. Münchhausen und Andreas Kinser (Deutsche Wildtier Stiftung)
Zum Umgang mit Rotwild in Deutschland – zwischen jagdlicher Praxis und moralischer Ver-antwortung

Jagdzeiten verkürzen!
Ulrich Maushake
Erfahrungen der Praxis aus dem Bundesforstbetrieb Grafenwöhr

Prof. Dr. Walter Arnold
Erkenntnisse der Wissenschaft

Burkhard Stöcker
Erwartungen von Politik und Gesellschaft

Nachtjagdverbot einhalten!
Theo Grüntjens
Erfahrungen der Praxis aus der Forstverwaltung Rheinmetall

Dr. Helmuth Wölfel und Marcus Meißner
Erkenntnisse der Wissenschaft

Gregor Beyer
Erwartungen von Politik und Gesellschaft



Wildruhezonen ausweisen!
Joachim Menzel
Erfahrungen der Praxis aus dem Forstamt Saupark

Karl Heinrich Ebert
Erfahrungen der Praxis aus dem Schönbuch

Matthias Neumann
Erkenntnisse der Wissenschaft

Dr. Erhard
Erwartungen von Politik und Gesellschaft


Kai-Uwe Wollscheid (Generaldirektor des (CIC))
Rotwildpolitik – die deutsche Debatte aus internationaler Sicht

Workshops
Jan Malskat (Revierleiter des Duvenstedter Brook)
WORKSHOP I: Rotwild erlebbar machen - Theorie und Praxis (Moderation: Andreas Kinser)

Anton Krinner (Leiter der Hegegemeinschaft Isarwinkel)
WORKSHOP II: Hegegemeinschaften weiterentwickeln (Moderation: Hilmar Freiherr v. Münchhausen)

Johann Böhling: (Jagdreferent des Landes Schleswig-Holstein)
WORKSHOP III: Rotwildlebensräume schaffen (Moderation: Ulrich Wotschikowsky)

Posterpräsentationen
SERAINA CAMPELL & DR. FLURIN FILLI: Rothirsche erleben im Schweizerischen Nationalpark; Schweizerischer Nationalpark.

SERAINA CAMPELL & HANNES JENNY: Rothirschmarkierungen im Kanton Graubünden 1985 – 2006; Schweizerischer Nationalpark & Amt für Jagd und Fischerei Graubünden.

PEER CYRIACKS & PROF. DR. SIEGFRIED RIEGER: Neue Methoden der Aktivitätsregistrierung – Nicht-invasive Verhaltensmessung bei Paarhufern; Fachhochschule Eberswalde.

ANDREAS DUSCHER & PROF. DR. FRIEDRICH REIMOSER: Nationalparkkonformes Rotwildmana-gement, Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie, Veterinärmedizinische Universität Wien.

CARL GREMSE & PROF. DR. SIEGFRIED RIEGER: Jagdpraktische Untersuchungen zur Eignung bleifreier Büchsenmunition unter mitteleuropäischen Jagdverhältnissen; Fachhochschule Eberswalde.

DR. MARCO HEURICH & STEPHAN GÜNTHER: Partizipation eröffnet Perspektiven – Rotwildma-nagement im Nationalpark Bayerischer Wald; Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald.

JOHANNES LANG, JUTTA KEHR & DANIELA WAßMUTH: Jagdzeiten für Rotwild in Europa; Universi-tät Kassel.

JOHANNES LANG & OLAF SIMON: Zeitliche Muster der Rotwildbejagung in Deutschland; Institut für Tierökologie und Naturbildung.

ARIANE LORENZ: Genetische Struktur der Rotwildpopulationen in Baden-Württemberg; Forstli-che Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg.

MARCUS MEISSNER, HORST REINECKE, JÖRG BECKMANN, PROF. DR. DR. SVEN HERZOG & DR. FRANK ZACHOS: Sicherung genetischer Diversität beim Rothirsch in der Kulturlandschaft; Insti-tut für Wildbiologie Göttingen und Dresden e.V., Büsgen-Institut der Universität Göttingen, TU Dresden & Zoologisches Institut der Christian-Albrechts-Universität Kiel.

MARCUS MEISSNER, HORST REINECKE & ULRICH MAUSHAKE: Der Rothirsch auf dem Truppen-übungsplatz Grafenwöhr – Untersuchungen zur Habitatnutzung mit GPS-Telemetrie; Institut für Wildbiologie Göttingen und Dresden e.V., Büsgen-Institut der Universität Göttingen & Bun-desforstbetrieb Grafenwöhr.

ANIKA NIEBRÜGGE: Ökologischer Korridor Südbrandenburg; Stiftung Naturlandschaften Bran-denburg.

MARK NITZE: Rotwild-Telemetrie im Wolfsgebiet der Oberlausitz; TU Dresden.

JELTO PAPENDIECK, REINHILD GRÄBER, DR. GUNTER SODEIKAT & PROF. DR. DR. KLAUS POHL-MEYER: Untersuchung zum Raum-Zeitverhalten des Rotwildes im östlichen Niedersachsen – Wirkung anthropogener Strukturen auf das Lebensraumverhalten; Institut für Wildtierfor-schung (IWFo) an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover.

PROF. DR. SIEGFRIED RIEGER, GUNNAR KORTE & PEER CYRIACKS: Habitatnutzung und Migration des Rotwildes in Brandenburg; Fachhochschule Eberswalde.

TIM RITTER: GIS-gestützte Quantifizierung der Landschaftszerschneidung als Grundlage zur Identifikation von Migrationskorridoren; Büsgen-Institut der Universität Göttingen.

OLAF SIMON & JOHANNES LANG: Scheinwerferzählungen zur Bestandserfassung von Rotwild: Welche Ergebnisse liefert die Methode? Institut für Tierökologie und Naturbildung.

DR. RUDI SUCHANT, FRIEDRICH BURGHARDT & MARTIN STREIN: Rotwildkonzeption Südschwarz-wald; Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg.
 

Partner

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