Tagungsband: Rotwildsymposium 2006

Freiheit für den Rothirsch - zur Zukunft der Rotwildgebiete in Deutschland

Heute lebt das Rotwild in Deutschland nur noch auf 23 Prozent der Landesfläche in 140 amtlich ausgewiesenen „Rotwildgebieten“. Mit geringen länderspezifischen Abweichungen muss jeder Rothirsch, der diese Areale verlässt, per Gesetz erlegt werden. Nur wenige Bundesländer, wie Mecklenburg-Vorpommern oder das Saarland, gestehen dem Rothirsch zu, sich seinen Lebensraum selbst zu wählen. Mit dem Ziel, Wege aufzuzeigen, wie im Konsens mit allen Beteiligten dem Rotwild wieder mehr Lebensraum eröffnet werden kann, hatte die Deutsche Wildtier Stiftung zu ihrem 3. Rotwildsymposium nach Berlin geladen. Über 140 Teilnehmer, darunter Akteure der Rotwildpolitik, Vertreter aus Politik, Behörden und Verbänden, Praktiker aus Jagd, Land- und Forstwirtschaft sowie Naturschutz, setzten sich gemeinsam mit ihren Kollegen aus dem europäischen Ausland kritisch mit der Beschränkung von Rotwild-Lebensräumen auseinander. Die Referenten des Symposiums geben nicht nur einen Überblick über die Geschichte und die Beweggründe für Rotwildgebiete in Deutschland. Diese werden unter anderem auch aus juristischer Sicht sowie hinsichtlich ihrer Kompatibilität mit internationalen Artenschutzabkommen überprüft.

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Partner

  • Deutsche Wildtier Stiftung
  • Vauna
  • TU Dresden

Das "Hubertuspapier"

Als Hubertus eines Tages bei der Jagd einen Hirsch aufgespürt hatte und ihn verfolgte, um ihn zu töten, stellte sich dieser ihm plötzlich entgegen. Zwischen seinem Geweih erstrahlte ein Kreuz, und in der Gestalt des Hirsches sprach Christus zu ihm: „Hubertus, warum verfolgst du mich?“

Was würde ein Rotwildjäger von heute dem Hubertus-Hirsch antworten? „Weil du dich in einem rotwildfreien Gebiet befindest?“ oder „Weil du die Fichten geschält und die Buchen verbissen hast?“
Das "Hubertuspapier"