Karte zur Rotwildverbreitung 2010

Rotwild darf in Deutschland in neun Bundesländern nur in staatlich ausgewiesenen Rotwildbezirken leben. Außerhalb dieser Rotwildbezirke herrscht ein strenges Abschussgebot. Nur in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und dem Saarland darf Rotwild, dessen Biologie auf großräumige Wanderungen ausgelegt ist, seinem angeborenen Verhalten nachgehen. Im Jahr 2004 wurde daher im Auftrag der Deutschen Wildtier Stiftung eine Karte zur Verbreitung des Rothirsches in Deutschland von der VAUNA e.V. erstellt. Ziel war es, einen im Vergleich mit damals existierenden Karten genaueren Überblick über die Verbreitung des Rotwildes zu erhalten. Dargestellt wurde die anhand der Jahresstrecken geschätzte Rotwilddichte in den Rotwildbezirken und -vorkommen der Bundesländer.

Die Entwicklung in der Rotwildpolitik der Länder, verbesserte Datengrundlagen und die räumliche Dynamik der Rotwildpopulationen führten zu dem Entschluss, die Karte zur Rotwildverbreitung in Deutschland im Jahr 2009 zu überarbeiten. Dabei wurden hauptsächlich folgende Ziele verfolgt:

-    Ergänzung der bisher dargestellten Rotwildverbreitung um neu entstandene oder bisher fehlende Verbreitungsgebiete
-    Präzisierung der Verbreitungsgrenzen
-    Präzisierung der angenommenen Dichtedarstellung

Die Deutsche Wildtier Stiftung hat die überarbeitete Karte zur Rotwildverbreitung im März 2010 in der Allgemeinen Forstzeitschrift (AFZ – Der Wald) veröffentlicht. Die neue Karte zur Rotwildverbreitung in Deutschland (2010) stellt den geschätzten Frühjahrsbestand des Rotwildes bezogen auf 1.000 ha Waldlebensraum oder auf 1.000 ha Gesamtlebensraum dar. Grundlage der Schätzung sind die aktuellen Abschussdaten aus den Rotwildbezirken, Landkreisen oder Hegegemeinschaften.

Zu dem Artikel in der Ausgabe 5/2010 der AFZ gelangen Sie hier.

Zu dem Artikel in der Wild und Hund Ausgabe 13/ 2010 gelangen Sie hier.


(Die Grafik ist mit Hinweis auf die Deutsche Wildtier Stiftung zur Veröffentlichung freigegeben)

Partner

  • Deutsche Wildtier Stiftung
  • Vauna
  • TU Dresden

Das "Hubertuspapier"

Als Hubertus eines Tages bei der Jagd einen Hirsch aufgespürt hatte und ihn verfolgte, um ihn zu töten, stellte sich dieser ihm plötzlich entgegen. Zwischen seinem Geweih erstrahlte ein Kreuz, und in der Gestalt des Hirsches sprach Christus zu ihm: „Hubertus, warum verfolgst du mich?“

Was würde ein Rotwildjäger von heute dem Hubertus-Hirsch antworten? „Weil du dich in einem rotwildfreien Gebiet befindest?“ oder „Weil du die Fichten geschält und die Buchen verbissen hast?“
Das "Hubertuspapier"