Ergänzte Karte zur Rotwildverbreitung 2011
Die Karte zur Rotwildverbreitung der Deutschen Wildtier Stiftung wurde im Herbst 2011 erneut ergänzt: Sie zeigt nun auch die Rotwildvorkommen entlang der deutschen Außengrenze. Für die Recherchearbeiten dankt die Deutsche Wildtier Stiftung Herrn Max Leo Schmitter. Wie bisher zeigt die Karte zur Rotwildverbreitung die Rotwildbezirke in den Bundesländern mit behördlich vorgeschriebenen Verbreitungsgrenzen und die Rotwildvorkommen in den Bundesländern ohne behördliche Einschränkungen.
Rotwild darf in Deutschland in acht Bundesländern nur in staatlich ausgewiesenen Rotwildbezirken leben. Außerhalb dieser Rotwildbezirke herrscht ein strenges Abschussgebot. Nur in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und dem Saarland darf Rotwild, dessen Biologie auf großräumige Wanderungen ausgelegt ist, seinem angeborenen Verhalten nachgehen.
Bereits im Jahr 2004 wurde daher im Auftrag der Deutschen Wildtier Stiftung von WOTSCHIKOWSKY & KERN eine Karte zur Rotwildverbreitung in Deutschland erarbeitet. Die Entwicklung in der Rotwildpolitik der Länder, verbesserte Datengrundlagen und die räumliche Dynamik der Rotwildpopulationen führten zu dem Entschluss, die Karte zur Rotwildverbreitung in Deutschland im Jahr 2009 zu überarbeiten. Dabei wurden hauptsächlich folgende Ziele verfolgt:
- Ergänzung der bisher dargestellten Rotwildverbreitung um neu
entstandene oder bisher fehlende Verbreitungsgebiete
- Präzisierung der Verbreitungsgrenzen
- Präzisierung der angenommenen Dichtedarstellung
- für BAY, SH, SA, TH und Darstellung "illegaler" Vorkommen

Die Populationsgröße in den Rotwildverbreitungs-gebieten wurde auf Grundlage räumlich und zeitlich differenzierter Abschussdaten aus den Landkreisen, den Rotwildbezirken oder den Hegegemeinschaften geschätzt. In der Regel wurde der absolute Frühjahrsbestand mit Hilfe der Summe der drei aktuellsten Jahresabschusszahlen einschließlich des Jagdjahres 2008/ 09 geschätzt. Die relative Populationsdichte wurde auf 1.000 ha Waldlebensraum oder alternativ auf 1.000 ha Gesamtlebensraum abzüglich urbaner Gebiete dargestellt.
Die Deutsche Wildtier Stiftung hat die überarbeitete Karte zur Rotwildverbreitung im März 2010 in der Allgemeinen Forstzeitschrift (AFZ – Der Wald) veröffentlicht.
Zu dem Artikel in der Ausgabe 5/2010 der AFZ gelangen Sie hier.
Zu dem Artikel in der Wild und Hund Ausgabe 13/ 2010 gelangen Sie hier.
Download

Die Karten zur Rotwildverbreitung sind mit Hinweis auf die Deutsche Wildtier Stiftung zur Veröffentlichung freigegeben.







