Ein K�nig ohne Reich?

In Deutschland stehen 80 Millionen Menschen etwa 180.000 Stück Rotwild gegenüber. Dort, wo Rotwild noch heute leben darf, bestehen große Konflikte zwischen dem Nutzungsinteresse des Menschen an der Natur und den arteigenen Ansprüchen der Wildtierart an ihren Lebensraum. Die Deutsche Wildtier Stiftung will eine Diskussion über die Zukunft des Rotwildes fördern, die mehr ist, als nur Jagd- und Forstpolitik, denn Rotwild ist auch mehr als Waldschädling oder Jagdbeute. Es geht darum, unsere Verantwortung für eine nachhaltige ländliche Entwicklung wahrzunehmen. Verantwortungsvolles Handeln für die Tierart Rothirsch bedeutet, ihre Bedürfnisse mit denen des nutzenden Menschen abzustimmen.

Rotwild ist das letzte Großsäugetier in Deutschland. Als ursprünglicher Bewohner offener Steppenlandschaften haben es intensive Landnutzung, die Zersiedelung und Zerschneidung der Landschaft und nicht zuletzt immer stärker werdender Jagddruck zu einem überwiegend nachtaktiven Waldtier werden lassen. Tagsüber hält sich das Rotwild heute vorzugsweise in Dickungen und Stangenhölzern auf. Die häufigen Folgen sind neben Verbiss- und Schälschäden auch eine immer schlechter werdende Möglichkeit zur Beobachtung unserer größten heimischen Wildtierart. Der Hirsch, der aus der Steppe kam, besiedelt in Europa heute nur noch etwa neun Prozent seines einstigen Verbreitungsareals, im Bundesgebiet etwa 23 Prozent der Landesfläche.


Hierzulande sind die Rotwildvorkommen in 8 unserer 16 Bundesländer durch Rechtsverordnungen festgelegt. Entgegen seiner natürlichen Verhaltensweisen befinden sich diese Verbreitungsgebiete meistens in großen Wäldern. Die Rotwildgebiete sprenkeln wie Tintenflecken die Landkarte. Jedes Stück Rotwild, das ausserhalb der amtlich festgesetzten Rotwildgebiete auftritt, muss per Gesetz erlegt werden. Wanderungen, die Vergrößerung des Verbreitungsgebiets oder ein Neuaufbau von Populationen sind deshalb unmöglich.



Jagdgesetzentwurf im Saarland

Im Dezember 2010 hat das Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr des Saarlandes einen neuen Entwurf für ein Landesjagdgesetz vorgelegt, das unter anderem die Wiedereinführung von Rotwildbezirken vorsieht. Zu einer Zeit, in der andere Bundesländer wie Sachsen-Anhalt die Rotwildbezirke auflösen, legt das Saarland damit den jagdpolitischen Rückwärtsgang ein. Die Deutsche Wildtier Stiftung hat sich daher in einem Offenen Brief an die Umweltministerin Dr. Simone Peter gewandt.
Jagd§ an der Saar

Wild im Wald

Viele Jahre lang war der Rothirsch für die einen nur ein Waldschädling und für die anderen nur eine Jagdbeute. Doch bei der Diskussion um Wald und Wild kamen die positiven ökologischen Effekte des Rotwildes immer zu kurz. Zum Hubertustag 2010 hat die Deutsche Wildtier Stiftung gemeinsam mit Burkhard Stöcker die Broschüre „Wild im Wald“ veröffentlicht. Sie wirft einen anderen Blick auf unser Schalenwild und plädiert für einen fairen Umgang mit Rothirsch und Co..
Wild im Wald

Tagungsband: Rotwildsymposium 2008

"Jagfrei" für den Rothirsch!

Im Mittelpunkt des 4. Rotwildsymposiums, dass die Deutsche Wildtier Stiftung gemeinsam mit der Stiftung Wald und Wild in Mecklenburg-Vorpommern im August 2008 veranstaltet hat, stand die Jagd auf den Rothirsch. Der Tagungsband fasst alle Referate und Posterbeiträge zusammen und gibt Vorschläge zur Verringerung des Jagddrucks.
Tagungsband RWS 2008

Der Rothirsch im Visier

Welches Land hat welche Jagdzeiten auf Rotwild, wo ist die Nachtjagd pauschal freigegeben und wie lassen sich Wildruhezonen am besten umsetzen?

Antworten auf diese Fragen finden Sie in der Studie "Der Rothirsch im Visier - Forderungen an die Jagd".
Forderungen an die Jagd

Partner

  • Deutsche Wildtier Stiftung
  • Vauna
  • TU Dresden

Wild im Wald

Viele Jahre lang war der Rothirsch für die einen nur ein Waldschädling und für die anderen nur eine Jagdbeute. Doch bei der Diskussion um Wald und Wild kamen die positiven ökologischen Effekte des Rotwildes immer zu kurz. Zum Hubertustag 2010 hat die Deutsche Wildtier Stiftung gemeinsam mit Burkhard Stöcker die Broschüre „Wild im Wald“ veröffentlicht. Sie wirft einen anderen Blick auf unser Schalenwild und plädiert für einen fairen Umgang mit Rothirsch und Co.. Wild im Wald