Der Einfluss anthropogener Störungen auf das Raumverhalten bei Rotwild
Hintergrund
Rotwild lebt in Österreich nur noch in einem stark fragmentierten Lebensraum.
In den Rotwildgebieten steigt der Druck durch die immer stärker werdende
Erholungssuche in der freien Natur. Dieses Konfliktpotential wird dadurch
erhöht, dass immer mehr Wegegebote und Leinpflicht für Hunde umgangen werden.
Offene Fragen
Was bedeuten menschliche Störungen für das Raumnutzungsverhalten von Rotwild?
Verkleinert oder vergrößert Rotwild sein Streifgebiet aufgrund von Störungen?
Wie wirken sich Veränderungen der Lebensraumnutzung auf die
Wildschadensanfälligkeit aus? Wie kann das Naturerlebnis, die Jagd und die
Erhaltung des Waldes in Einklang gebracht werden?
Ziele:
1. Quantifizierung von menschlichen Störungen auf das Raumnutzungsverhalten von
Rotwild. 2. Sensibilisierung der Öffentlichkeit. 3. Entwicklung von
Managementstrategien für die Lenkung von Erholungssuchenden
Methode
Pro Jahr sollen 6 Tiere mit Hilfe von Satelliten-Telemetrie (GPS-Sendern) in
einem von Menschen stark frequentierten Lebensraum (NP Donauauen) und in einem
von Menschen kaum frequentierten Lebensraum (Marchauen) in ihrer Raumnutzung
verfolgt werden. Die Ergebnisse der Raumnutzung werden in Beziehung zu
Besucherzählungen und –befragungen, zu Wildschäden und Bestandsentwicklungen
gestellt. Zeitgleich werden Hirschen Ohrmarken gesetzt, um deren
Raumnutzungsverhalten zu erfassen.
Projektleitung: Univ. Prof. Dr. K. Hackländer
Mehr Informationen zum Projekt gibts unter https://www.forschung.boku.ac.at/fis






