Sicherung genetischer Diversität beim Rothirsch

Das Projekt "Sicherung genetischer Diversität beim Rothirsch"

Schleswig-Holstein verfügt in den stärker bewaldeten Bereichen des Landes über acht Rotwildpopulationen unterschiedlicher Größe, die sich aktuell auf sechs durch das Autobahnnetz und den Nord-Ostsee-Kanal getrennte Landschaftsräume verteilen. Der Rothirsch bewegt sich in Schleswig-Holstein in einer Landschaft, die regional sehr gut seinen biologischen Bedürfnissen entspricht, jedoch auch großräumig einer intensiven menschlichen Inanspruchnahme und Nutzung unterliegt. Vor allem die Faktoren Habitatzerschneidung und Störung durch den Menschen begrenzen den verfügbaren Lebensraum für den Rothirsch.

Am Beispiel Schleswig-Holsteins soll ein in dieser Form einmaliges, auf die Sicherung genetischer Diversität ausgerichtetes Rotwild-Managementsystem entwickelt werden. Grundlage hierfür soll eine umfassende Datenerhebung zu Genetik, Raumnutzung und Bestandssituation sein. Die regionalen  Rotwildhegegemeinschaften und die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten haben sich hierzu mit vier Partnern aus der Wissenschaft zu einem groß angelegten Verbundprojekt zusammengeschlossen. Neben dem Erhalt anpassungsfähiger Populationen unter zunehmend schwierigeren Umweltbedingungen steht die langfristig nachhaltige Nutzung und Kontrolle der Vorkommen im Vordergrund des Modellvorhabens. Im Rahmen der Projektlaufzeit sollen zwischen den einzelnen Landnutzern möglichst konsensfähige, regionale Managementpläne und ein landesweites Leitkonzept für  den Rothirsch erarbeitet werden.


Laufzeit: von 19.12.2007 bis 31.01.2011

Durchf. Einrichtung:
Institut für Wildbiologie Göttingen und Dresden e. V. 
Büsgenweg 3
37077 Göttingen
Projektleiter: Marcus Meißner

Zur Homepage des Projektes gelangen Sie hier.

Partner

  • Deutsche Wildtier Stiftung
  • Vauna
  • TU Dresden