Ketelwald – Natur über Grenzen hinweg

Ein deutsch-niederländisches Naturschutzprojekt zum grenzüberschreitenden Biotopverbund für den Rothirsch     
   
Der Reichswald bei Kleve am Unteren Niederrhein an der niederländischen Grenze beherbergt eines der kleinsten Rotwildvorkommen in der Bundesrepublik. Trotzdem spielt es eine große Rolle im Bewusstsein der Menschen und bei ambitionierten Biotopverbundplanungen der Niederlande.

Unser Nachbar möchte seine Rotwildvorkommen untereinander und mit den Vorkommen im Reichswald und gegebenenfalls zukünftigen Vorkommen in den Wald- und Heidegebieten entlang der Maas vernetzen.

Hierbei nimmt das Ketelwald-Projekt eine zentrale Rolle ein. Es verfolgt zwei Ziele: die Schaffung eines grenzüberschreitenden Biotopverbundes und die Verbesserung der Lebenssituation vor allem des Rothirsches. Der Klever Reichswald stellt dabei mit seinem Rotwildvorkommen den inhaltlichen und geografischen Mittelpunkt einer Reihe von Maßnahmen dar.
             
Die vier Projektpartner (NABU-Naturschutzstation e.V., Forstamt Kleve, Vereniging Natuurmonumenten, Werkgroep Milieubeheer Groesbeek) führen eine Reihe von Einzelprojekten durch:

  • Erweiterung des Rotwildgatters um einen Teil der niederländischen Maasniederung
  • Schaffung eines breiten Biotopkomplexes am Waldrand (Wald – Heide – Feuchtgrünland)
  • Vorbereitung eines Wald-Biotopverbundes zu den Wäldern im Raum Nimwegen
  • Jagdliche und touristische Beruhigung eines Teiles des Reichswaldes, um Rotwild vorsichtig wieder erlebbar zu machen
  • Installation einer Warnanlage zur Vermeidung von Wildunfällen
Entwicklung von Projektideen zur weiteren Entwicklung der Ketelwald-Region in Richtung Biotopverbund, Naturerlebniswert und ökologisches Rothirsch-Management.
     
Begleitet werden diese Maßnahmen von einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit.
   
 Foto: Nabu
Foto: Nabu
  
Das INTERREG IIIA-Naturschutzprojektes wird von der Euregio Rhein-Waal mit EU-Mitteln, dem Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen und den niederländischen Provinzen Gelderland und Limburg und den Projektpartnern finanziert.

Die Bezeichnung "Ketelwald" stammt aus dem Mittelalter und bezeichnet das einstmals geschlossene Waldgebiet, das sich von Nimwegen bis Xanten auf der Endmoräne hinzog. Die beiden größten Reste sind der Niederreichswald bei Nimwegen und der Reichswald bei Kleve, die im Rahmen des Projektes stärker miteinander verbunden werden sollen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

NABU-Naturschutzstation, Dietrich Cerff (Projektkoordinator)
Ketelwald-Homepage: www.ketelwald.de

Partner

  • Deutsche Wildtier Stiftung
  • Vauna
  • TU Dresden