Managementplan Rotwild Schleswig-Holstein

Der Rothirsch in Schleswig-Holstein
Lebensraumsituation, Lebensraumverbund und Management


Die Lebensbedingungen großer Säugetiere haben sich in den letzten Jahrzehnten mit einer fortschreitenden Zerschneidung und einem Verlust von Lebensräumen durch Verkehrsinfrastruktur und Bebauung gravierend verändert. Die langfristigen ökologischen Auswirkungen der zunehmenden Fragmentierung der Kulturlandschaft als Wildtierlebensraum sind bisher kaum abschätzbar. Die Identifizierung und der Schutz von Verbindungskorridoren spielen so eine zunehmend wichtige Rolle im Natur- und Artenschutz. Bei Arten, die der menschlichen Nutzung und Steuerung unterliegen, stellt sich so auch die Frage nach einer problemorientierten Ausrichtung des Managements.

Die vorhandene Verkehrsinfrastruktur soll in Schleswig-Holstein in den nächsten Jahren erheblich ausgebaut und erweitert werden. Neben der geplanten Verbreiterung der A 7 wird zurzeit die A 21 ausgebaut und so in Zukunft eine weitere durchgehende Nord-Süd-Achse im Land darstellen. Die geplante und teils im Bau befindliche A 20 wird das Land hingegen in Ost-West-Richtung von Mecklenburg-Vorpommern aus bis zur Elbe durchqueren. Noch bestehende Verbundbeziehungen werden durch das geplante Infrastrukturnetz vollständig unterbrochen und die betreffenden Rotwildlebensräume großräumig voneinander getrennt.

Das Institut für Wildbiologie und Jagdkunde der Universität Göttingen wurde daher vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig- Holstein mit der Erstellung einer Lebensraumverbundanalyse für den Rothirsch als Indikatorart beauftragt. Die Arbeiten wurden im Jahr 2006 vom Institut für Wildbiologie Göttingen und Dresden e.V. übernommen. Der hier vorgestellte Bericht fasst die Ergebnisse zu Lebensraumsituation und Lebensraumverbund des Rothirsches in Schleswig-Holstein zusammen. Auf Basis der Ergebnisse wird außerdem ein Vorschlag zur Gestaltung der behördlichen Vorgaben zur Rotwildverbreitung vorgestellt.

Zum Endbericht gelangen Sie hier.

Kontakt:
Institut für Wildbiologie Göttingen und Dresden e. V.
Marcus Meißner
Geschäftsführer
Büsgenweg 3
37077 Göttingen
mmeissn1@gwdg.de



Partner

  • Deutsche Wildtier Stiftung
  • Vauna
  • TU Dresden