Ergebnisse
Die Ergebnisse des Symposiums wurden in fünf Punkten zusammengefasst:- Große Räume für große Tiere
Die
Veränderungen in der Agrarpolitik bieten eine Chance, die Lebensräume
wieder auszuweiten und sinnvoll zu vernetzen. Die Entwicklung von
Rotwildlebensräumen muss fester Bestandteil jeder Raumplanung werden -
das nutzt auch anderen Arten wie Wildkatze und Fischotter. Im Ausbau
der Verkehrswege muss die Planung von Querungshilfen (Grünbrücken)
routinemäßig mit berücksichtigt werden. Diese Maßnahmen unterstützen
auch den genetischen Austausch und sind damit eine Grundlage für das
langfristige Überleben der Art.
- Bestandskontrolle ist unverzichtbar
Können
wir deshalb auf jede Form der Regulierung verzichten? Sicher nicht,
denn sonst würde sich diese robuste Wildart in alle Bereiche des Landes
ausbreiten. Rothirsche würden sich überwiegend in der Feldflur
aufhalten und auf den Straßen ein Sicherheitsrisiko darstellen. Wölfe,
die einzigen wirksamen Raubtiere und Fressfeinde für Rothirsche, werden im engen
Deutschland auch in Zukunft nur eine marginale Rolle spielen können.
Deshalb müssen Bestand und Verbreitung des Rothirsches gesteuert
werden. Jagdliche Methoden sind dafür die günstigste Form. Richtig
durchgeführt, ermöglichen sie auch eine nachhaltige Nutzung.
- Von Menschen und Hirschen
Das
macht auch deutlich, dass in unserer dichtbesiedelten Kulturlandschaft
menschliche Interessen mit den Ansprüchen des Rothirsches kollidieren.
Maßnahmen, die den Rothirsch betreffen, betreffen auch immer den
Menschen. Es gilt die Ansprüche dieser Art mit den unterschiedlichen
Interessen der Menschen in Einklang zu bringen. Hierbei spielen
sozio-ökonomische und politisch-administrative Zusammenhänge eine
bedeutende Rolle. Zur Lösung dieses Situation muss zukünftig stärker
auf Mittel der Kommunikation gesetzt werden, nicht zuletzt auch für
einen Imagewandel des Rothirsches.
- Der Hirsch - ein Pflanzenfresser
Ernste
Konflikte entzünden sich an den angeborenen Nahrungsgewohnheiten des
Rothirsches, die lokal zu wirtschaftlichen Schäden führen können. Es
ist aber unvermeidbar, dass Rothirsche die Vegetation in Wald und Feld
beanspruchen. Das Problem kann daher in Zukunft nicht durch Bejagung allein
gelöst werden. Vielmehr muss langfristig die Landschaft so
gestaltet werden, dass örtlich höhere Belastungen zugelassen werden
können.
- Faszination Rothirsch
Durch
ihre Größe und ihr Verhalten zählen Rothirsche zu den interessantesten
Tieren Deutschlands. Heute sind die Tiere den meisten Menschen nur noch
aus dem Fernsehen und aus Gehegen bekannt.
Rotwild erlebbar zu machen, enthält aber auch ein großes Potential für Naturerfahrung und Umweltbildung. Einem großen Interesse der Bevölkerung kann durch den richtigen Umgang mit freilebendem Rotwild entsprochen werden. Beispiele wie der Schweizerische Nationalpark, der Schönbuch in Baden-Württemberg und die Natur- und Wildtiererlebnisstation Klepelshagen in Mecklenburg-Vorpommern beweisen dies.
Rotwild erlebbar zu machen, enthält aber auch ein großes Potential für Naturerfahrung und Umweltbildung. Einem großen Interesse der Bevölkerung kann durch den richtigen Umgang mit freilebendem Rotwild entsprochen werden. Beispiele wie der Schweizerische Nationalpark, der Schönbuch in Baden-Württemberg und die Natur- und Wildtiererlebnisstation Klepelshagen in Mecklenburg-Vorpommern beweisen dies.
Diese Veranstaltung wurde von den Teilnehmern als vielversprechender Auftakt für die zukünftige gemeinsame Arbeit gesehen. Als erster Schritt wurde die Einrichtung einer internet-basierten Kommunikations- und Informationsplattform vereinbart. Die Deutsche Wildtier Stiftung wird die Umsetzung übernehmen.







