Schlussfolgerungen und Empfehlungen für das Leitbild

Der Rothirsch und die Akteure     
   
Zwei Tage lang stand das Leitbild für den zukünftigen Umgang mit dem Rothirsch im Mittelpunkt der Diskussion des 2. Rotwildsymposiums der Deutschen Wildtier Stiftung. Die Zahl der Teilnehmer und der vertretenen Institutionen sowie die konzentrierte, offene und konstruktive Auseinandersetzung mit den Empfehlungen des vorgestellten Leitbildes zeigen, dass das Interesse um das Wohl des Rothirsches und seine nachhaltige Nutzung hoch ist. Wissenschaftliche Erkenntnisse, lokale Erfahrungen und politische Interessen wurden ausgetauscht und miteinander vernetzt. Jenseits von fachlichem Dissens bildete sich vor allem in den Workshops Vertrauen zwischen den Teilnehmern und es wuchs die Erkenntnis, dass nur in einem gemeinsamen Handeln die Zukunft liegt. Auch in diesem Sinne stellt das 2. Rotwildsymposium aus Sicht der Veranstalter einen Fortschritt in der deutschen Diskussion um das Rotwild dar.
      

Das Leitbild und das weitere Vorgehen    
   
Die Diskussion zeigte, dass die Teilnehmer des Symposiums die Auseinandersetzung mit dem Leitbild und seine weitere Bearbeitung für sinnvoll erachten. Auch zeigte sich eine hohe Bereitschaft, sich aktiv an der weiteren Leitbildentwicklung zu beteiligen. Prägte am ersten Tag noch hier und da der politische Schlagabtausch die Debatte, wuchs im Laufe der Veranstaltung die Erkenntnis, dass das Leitbild einen wichtigen Diskussionsprozess in Deutschland angestoßen hat.

In ihrem Leitbild beschreiben die Autoren ein für das Rotwild wünschenswertes Verhalten des Menschen. Nun gilt es vor dem Hintergrund des politisch Machbaren das Leitbild weiter zu entwickeln. Dabei sind Ziele und Handlungsempfehlungen noch schärfer voneinander zu trennen. Denn Widerspruch erzeugte oft eine Empfehlung auf der Maßnahmenebene, während das übergeordnete Ziel überwiegende Zustimmung fand.

Die Entwicklung eines Leitbildes ist ein gesellschaftlicher Prozess, in den immer wieder auch neue Erkenntnisse aus Wissenschaft, Politik und Praxis einfließen werden. Über die Internetseite www.rothirsch.org wird die weitere Arbeit am Leitbild für alle Teilnehmer nachvollziehbar, transparent und offen für aktive Beteiligung sein.
      

Das lokale Handeln und seine Bedeutung für das Leitbild    
   
Ein Ergebnis des Symposiums war auch der Vorschlag, mit der Umsetzung des Leitbildes in Modellregionen zu beginnen. Aus diesem Zusammenspiel von praktischen Erfahrungen und theoretischen Erfordernissen ließen sich so aus dem Leitbild Handlungsempfehlungen ableiten, die sich in besonderem Maße durch ihre Praxistauglichkeit auszeichnen.
   

Ergebnisse: Empfehlungen für die Umsetzung des Leitbildes

Für die Umsetzung des "Leitbild Rotwild" (Stand April 2004) gibt es eine Anzahl von Empfehlungen, die auf dem 2. Rotwildsymposium bei den Vorträgen erläutert und in den Workshops diskutiert werden können. Download (PDF 26.4kB)

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