Der Hirsch in der Volksmedizin

Prähistorische Gräber, in denen den Verstorbenen Hirschgeweihe beigelegt wurden, zeigen, dass der Hirsch seit den ersten kulturellen Entwicklungen des Menschen mit der Vorstellung einer Erneuerung des Lebens verknüpft ist. Der Hirsch ist zudem ein Symbol des Lichtes und des Göttlichen.

Als „Schlangenvertilger“ steht er im mittelalterlichen „Physiologus“ - einem allegorischen Tierbuch antiken Ursprungs - für Christus, der den Teufel vertreibt. Von dieser Symbolhaftigkeit ist es nur ein kurzer Schritt hin zu dem Gedanken, dass dieses Tier auch Übel und Krankheit abzuwehren vermag. So fand der Hirsch Eingang in die abergläubisch- und magisch-orientierte Volksmedizin und gab daher auch vielen Apotheken einen Namen.

Dr. Wolfgang Wegner
Universität Karlsruhe

Partner

  • Deutsche Wildtier Stiftung
  • Vauna
  • TU Dresden

Wild im Wald

Viele Jahre lang war der Rothirsch für die einen nur ein Waldschädling und für die anderen nur eine Jagdbeute. Doch bei der Diskussion um Wald und Wild kamen die positiven ökologischen Effekte des Rotwildes immer zu kurz. Zum Hubertustag 2010 hat die Deutsche Wildtier Stiftung gemeinsam mit Burkhard Stöcker die Broschüre „Wild im Wald“ veröffentlicht. Sie wirft einen anderen Blick auf unser Schalenwild und plädiert für einen fairen Umgang mit Rothirsch und Co.. Wild im Wald