Der Hirsch in der Volksmedizin

Prähistorische Gräber, in denen den Verstorbenen Hirschgeweihe beigelegt wurden, zeigen, dass der Hirsch seit den ersten kulturellen Entwicklungen des Menschen mit der Vorstellung einer Erneuerung des Lebens verknüpft ist. Der Hirsch ist zudem ein Symbol des Lichtes und des Göttlichen.

Als „Schlangenvertilger“ steht er im mittelalterlichen „Physiologus“ - einem allegorischen Tierbuch antiken Ursprungs - für Christus, der den Teufel vertreibt. Von dieser Symbolhaftigkeit ist es nur ein kurzer Schritt hin zu dem Gedanken, dass dieses Tier auch Übel und Krankheit abzuwehren vermag. So fand der Hirsch Eingang in die abergläubisch- und magisch-orientierte Volksmedizin und gab daher auch vielen Apotheken einen Namen.

Dr. Wolfgang Wegner
Universität Karlsruhe

Partner

  • Deutsche Wildtier Stiftung
  • Vauna
  • TU Dresden

Konzeption Südschwarzwald

Das Rotwildgebiet Südschwarzwald ist eines der fünf in Baden-Württemberg ausgewiesenen Rotwildgebiete. Seit Juni 2005 arbeitete eine Projektgruppe unter der fachlichen Lenkung durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) an einer großräumigen Konzeption für das Rotwildgebiet Südschwarzwald. Als Ergebnis liegt ein Management-Konzept vor, das den Lebensraum-Ansprüchen des Rotwilds, aber auch den Interessen der Landnutzer Rechnung tragen soll. Konzeption Südschwarzwald