Geweihe

Achtender GeweihEin hervorstechendes Merkmal der Hirsche ist ihr Geweih. Bei den meisten Hirsch-Arten haben nur die männlichen Tiere diese "Stirnwaffen", außer beim Ren. Dort tragen auch die weiblichen Tiere ein Geweih.

KelchkronengeweihDas Geweih ist ein echter Knochen. Es wird jedes Jahr etwa im März abgeworfen und durch ein neues, stärkeres ersetzt. Die Geweihe wachsen auf den Knochenzapfen der Stirnbeine, den sogenannten Rosenstöcken. Während des Wachstums ist das Geweih weich und von einer bluterfüllten, samtartigen Haut, dem Bast, umhüllt. Nach etwa 100 Tagen ist es fertig und der Knochen wird hart. Die Hirsche streifen dann die Bast-Umhüllung im Juli/August an Ästen oder jungen Bäumen ab.

Geweihbildung des Spießhirsches

Bildung der Rosenstöcke

Ungerader 24-Ender mit abnormer KronenbildungFalls das Geweih jemals als Waffe eingesetzt wurde, hat es diese Funktion inzwischen weitgehend verloren. Rivalen auf dem Brunftplatz werden durch Imponiergehabe - und dabei ist das Geweih ein wirksames Statussymbol - und durch dröhnende Brunftschreie auf Distanz gehalten. Gekämpft wird nur ausnahmsweise und meist nur kurz.






